Lebensmittel in die USA mitnehmen

Planen Sie eine USA-Reise und möchten Essen oder Getränke mitnehmen? Wir erklären, welche Lebensmittel Sie wie in die USA einführen dürfen und worauf Sie achten müssen, um an der Grenze keine Schwierigkeiten zu bekommen.

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Die offizielle Einreisegenehmigung für die USA!

Lebensmittel in die USA bringen: hohe Bußgelder

Wenn Sie bei der Einreise in die USA Lebensmittel im Gepäck haben, dann sollten Sie sich schon vor dem Grenzübergang mit den Regeln der US-Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection (CBP) beschäftigen, denn Verstöße gegen die Einfuhrbestimmungen der USA können richtig teuer werden.

Das CBP ist mit der Durchsetzung von Hunderten von Gesetzen für mehr als 40 Regierungsbehörden betraut, darunter der U.S. Fish and Wildlife Service, das U.S. Department of Agriculture und die Centers for Disease Control and Prevention.

Die CBP-Beamten sind ständig an den Einreisehäfen der USA präsent und übernehmen gemeinsam mit ihren Spürhunden die Verantwortung, Amerika vor allen Bedrohungen zu schützen. Laut einer von der CBP veröffentlichten Statistik gab es allein im Finanzjahr 2021 630.150 positive Passagierkontrollen.

Die Nichtdeklaration von Lebensmitteln bei der Einreise in die USA auf dem Luft-, See- und Landweg kann nach Angaben der CBP zu Geldbußen und Strafen von bis zu 10.000 $ führen.

Warum sind einige Lebensmittel in den USA verboten?

Wenn Sie mit Lebensmitteln in die USA reisen, können Sie unbeabsichtigt fremde Schädlinge und Krankheiten ins Land bringen, was verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Umwelt haben kann.

Allein im Jahr 2021 entdeckten die Grenzbeamten mehr als 260 Schädlinge im Gepäck von USA-Reisenden. Bei der Bestimmung und Einschätzung der Gefahren, die z. B. von Larven, Raupen und Tierkrankheiten ausgehen, arbeitet die CBP eng mit dem Animal and Health Inspection Services zusammen.

Welche Lebensmittel darf ich nicht mit in die USA nehmen?

Aufgrund der Gefahreneinschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums (U.S. Department of Agriculture) ist die Mitnahme der meisten Fleisch-, Geflügel-, Milch- und Eiprodukte in die USA entweder verboten oder sie unterliegt strengen Beschränkungen, die sich nach dem Herkunftsland richten.

Grundsätzlich verboten ist die Mitnahme von Tierprodukten aus Ländern, in denen Fälle von Tierseuchen wie Rinderwahnsinn, Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe und Schweinepest gemeldet wurden. Auch Obst, Gemüse und Pflanzen unterliegen unabhängig von Seuchen extrem strengen Auflagen.

Verbotene Lebensmittel bei der Einreise in die USA sind:

  • Fleisch, Fisch, Geflügel
  • frische Milchprodukte
  • frische Eier
  • frisches Obst und Gemüse (mit Ausnahmen)
  • Pflanzen
  • Samen und Knollen
  • Fleischprodukte wie z. B. Brühe und Suppenmischungen

Manchmal gibt es aber auch Grauzonen. Schweinefleischprodukte aus Mexiko sind zum Beispiel verboten, während eine kleine Menge für den persönlichen Gebrauch (z. B. gut durchgegart auf einem Sandwich) durchaus erlaubt sein kann.

Achtung

Entscheidungen über die Mitnahme von Lebensmitteln in die USA, z. B. als Snack im Handgepäck für den persönlichen Gebrauch, können je nach Tag, Sicherheitslage und zuständigen Grenzschutzbeamten variieren. Für tagesaktuelle Auskünfte zu den Abstufungen und Ausnahmen können Sie die Webseite Don’t Pack a Pest des Florida Department of Agriculture and Consumer Services Division of Plant Industry nutzen.

Welche Lebensmittel darf ich in die USA mitnehmen?

Es gibt eine lange Liste von Lebensmitteln, die in die USA eingeführt werden dürfen, sofern sie handelsüblich verpackt sind. Hierzu gehören z. B.:

  • Gewürze (außer Zitrusblättern und -samen oder Zitronengras)
  • Ketchup (Catsup), Senf und Mayonnaise
  • die Brotaufstriche Marmite und Vegemite
  • Fertigsaucen, die keine Fleischprodukte enthalten
  • Pflanzenöle
  • Brot, Kekse, Cracker, Kuchen, Müsliriegel, Cerealien und andere Backwaren und verarbeitete Produkte
  • Süßigkeiten und Schokolade
  • fester Käse, der kein Fleisch enthält
  • Säuglingsmilch in einer angemessenen Menge
  • Säfte
  • Tee (außer Coca, Berberitze und losen Zitrusblättern)
  • Nudeln, deren Zutaten keine tierischen Produkte enthalten
  • Mehl
  • Pilze (sauber und frei von Erde)
  • Nüsse (geröstet)
  • Kokosnüsse ohne Schalen
  • Knoblauch, geschälte Gewürznelken und Ingwer (sauber und frei von Erde)

In Ihrer Zollerklärung müssen Sie ausnahmslos alle Lebensmittel deklarieren, die Sie im aufgegebenen Gepäck, im Handgepäck oder auch in einem Fahrzeug transportieren.

Einfuhr in die USA: Höchstgrenzen beachten

Die Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel in die USA für Reisende beziehen sich auf Dinge, die Sie für den persönlichen Gebrauch oder als privates Geschenk transportieren. Sollten Sie größere Mengen für den Weiterverkauf über die amerikanische Grenze bringen wollen, dann gelten für Sie zusätzliche Auflagen.

Alle Informationen für die kommerzielle Einfuhr von Lebensmitteln in die USA finden Sie auf der Webseite der FDA (U.S. Food And Drug Administration).

Konsequenzen bei Missachtung der US-Einfuhrbestimmungen

Wenn Sie versehentlich einen Apfel oder einen kleinen Snack im Handgepäck nicht deklariert haben, dann muss dies nicht immer ein bedeutender Vorfall sein, der eine Geldstrafe nach sich zieht.

Dennoch sollten Sie sich bewusst machen, dass es — je nach Tag, Sicherheitslage und persönlicher Einschätzung einzelner Grenzbeamter — sehr wohl zu Ärger und zivilrechtlichen Strafen kommen kann. Besonders schwere Konsequenzen drohen, wenn Sie vorsätzlich versuchen, verbotene Lebensmittel in die USA einzuführen.

Die Nichtdeklaration von Lebensmitteln kann zu Bußgeldern von bis zu 10.000 $ führen. Wenn Sie hingegen ein Lebensmittel deklarieren, dessen Einfuhr in den USA verboten ist, dann drohen Ihnen keine Konsequenzen, sondern das Produkt wird einfach einbehalten und vernichtet.

Ausnahmen für kanadische Produkte in den USA

Für Obst und Gemüse sowie Fleischprodukte aus Kanada (außer Schaf-, Lamm- oder Ziegenfleisch) gelten bei der Einreise in die USA Ausnahmen. Sie sind im Allgemeinen zulässig, wenn sie mit einem Etikett versehen sind, das sie als kanadische Erzeugnisse ausweist. Im Fall von Krankheitsausbrüchen in bestimmten Regionen kann es jedoch auch hier zu Einschränkungen kommen.

Alle Lebensmittel müssen handelsüblich verpackt und versiegelt sein und eine Zutatenliste in englischer Sprache enthalten. Auch müssen für alle aus Kanada mitgebrachten Obst-, Gemüse- und Fleischprodukte Herkunftsnachweise wie z. B. Quittungen und Etiketten vorgelegt werden.

Alkoholische Getränke mit in die USA nehmen

In der Regel dürfen Sie bis zu 5 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt zwischen 24 % und 70 % in ungeöffneten Verkaufsverpackungen mit in die USA nehmen. Für Getränke mit einem Alkoholgehalt von 24 % oder weniger gelten keine Mengenbeschränkungen.

Achtung

Die Höchstgrenzen für die Einfuhr von Alkohol variieren in manchen Bundesstaaten. Informieren Sie sich vor Ihrer USA-Reise bei der Alcoholic Beverage Control (ABC) über die Gesetze in Ihrem Ziel-Bundesstaat.

Wie transportiere ich Lebensmittel in die USA?

Beachten Sie, dass es bei Flugreisen strenge Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck gibt. In der Regel müssen Sie Getränke mit mehr als 100 ml im Aufgabegepäck transportieren. Ausnahmen gelten nur für Babymilch.

Feste Lebensmittel wie Brot, Süßigkeiten und Gebäck dürfen Sie sowohl im Handgepäck als auch im Aufgabegepäck transportieren. Bei Lebensmitteln wie Marmelade oder Brotaufstrich gelten dieselben Regeln wie für Flüssigkeiten.

Für Lebensmittel in Dosen oder in Pulverform müssen Sie mit einem zusätzlichen Zeitaufwand an den Sicherheitskontrollen und beim Zoll rechnen, wenn Sie sie im Handgepäck transportieren.

Einfuhr von Lebensmitteln in die USA: Datenbanken und Auskünfte

Für weitere Details zu aktuellen Einschränkungen und Abstufungen für die Mitnahme von Lebensmitteln in die USA können Sie die FAVIR-Datenbank des United States Department of Agriculture nutzen.

Individuelle Auskünfte zur Einfuhr von Produkten in die USA bekommen Sie beim Animal and Plant Health Inspection Service unter AskNCIE.Products@aphis.usda.gov.

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